Sportliches

Der Berg ruft – E5 Tour

Mein Blog heißt nicht umsonst „halbherzig“. Nach unterschiedlichsten Herausforderungen ist meine private Challenge für 2015 eine Alpenüberquerung, genauer die E5 Tour. Ich weiß zumindest schon einmal so viel: Es geht von Oberstdorf nach Meran, es ist ein echt langer Weg, wir werden viele Höhenmeter machen und es wird ruhig. Sehr ruhig. Für meine Verhältnisse quasi still.

Wie kam es nun zu diesem Vorhaben? Es gibt da diese nette Runde, die sich seit Studienzeiten aufrecht gehalten hat. Man kocht nett zusammen, zieht mal über den Kiez und alle paar Jahre geht es dann auch ein Wochenende gemeinsam weg. Doch dieses Jahr ist es anders. Die Gruppe ist mittlerweile in die Jahre gekommen und alle samt stecken wir kurz vor unserer Midlife Crisis. Und da Fallschirmspringen viel zu kurzweilig und ein Vegas Trip zu teuer ist, entsprang einem Freund der Gedanke dieser Tour. Und so beweisen wir alten Säcke uns nun, daß wir es noch immer können. 8 Tage, 6 Männer, maximal 35kg Reisegewicht, keine Frauen, wenig Datennetz, viele Hütten, frische Luft satt und Männergedöns (da packe ich mal alles übrige drunter – die Eingeweihten wissen, worum es geht). Okay, um eines gleich richtigzustellen: Ich bin der einzige in der Runde, der sich mit der ganzen Sache was beweisen will. Alle anderen sind erfahrene Wanderer und können so einige erfolgreiche Touren in ihrer Historie verzeichnen. Aber „sich etwas beweisen“ hin oder her: Wir werden viel Spaß haben und das steht absolut im Mittelpunkt!

Nun habe ich bei meinem letzten großen Jahresvorhaben, dem Marathon und der einjährigen Vorbereitung darauf, ja ausgiebig dokumentiert, wie es mir in dem Trainingszeitraum mit dem Coach ergangen ist, welchen Problemen ich mich ausgesetzt gesehen habe und zu guter Letzt, wie emotional überwältigend und gleichermaßen einzigartig der Abschluß gewesen ist. Bei dem diesjährigen Vorhaben ist die Vorbereitung da eher überschaubar, obgleich die Herausforderung keineswegs geringer ist. 40km auf den Straßen Berlins sind eine Sache, etliche Höhenkilometer auf einer 100km Wandertour stehen dem ganzen in nichts nach. Es ist einfach nur eine andere Form der Belastung, vor der ich höchsten Respekt habe.

 

Die Freundin des Verkäufers

Was mich tröstet ist die Aussage des Verkäufers bei Globetrotter

„Ich habe die Tour bereits 5 Mal gemacht. Sagenhaftes Erlebnis. Letztes Jahr ist meine Freundin mitgekommen, die es sonst nicht so mit Wandern hat. Und die hat es problemlos überstanden und war begeistert…

Hmmmjaaaa, da wären wir wieder an dem Punkt: Andere haben das auch geschafft. Aber nicht einfach nur „andere“, sondern „andere, für die es sicherlich NOCH schwerer gewesen sein muß“. Kennen wir alle. Zum Beispiel zu Zeiten des Führerschein Machens. Voller Sorge wie man das wuppen soll, fuhr ein entfernter Bekannter in seinem tiefergelegter Golf 2 vor, die Bassrolle drückte das Nummernschild im Takt aus der Verankerung und als er freudestrahlend ausstieg und seinen frischen Führerschein feierlich in die Luft hielt, dachte man sich: Wenn der das geschafft hat… Was den Druck wiederrum unnötig erhöhte. Aber wie bin ich da jetzt drauf gekommen? Ach ja, die Tour wird super easy… Natürlich…

 

Vorbereitung ist alles – meistens

Dennoch bin ich ein gewissenhafter Mensch und habe vor genau einer Woche meine Vorbereitung gestartet. Damit habe ich noch zwei Monate, mein Gewissen zu beruhigen. Mein Trainingsprogramm im Schnelldurchlauf:

  • Ausdauer: Ich laufe wieder 2-3 Mal pro Woche entspannte 10km Touren.
  • Höhenmeter: Im Alltag gilt ab sofort „Treppe statt Fahrstuhl“
  • Wille: Ich reduziere meinen Süssigkeitenkonsum massiv
  • Mentale Stärke: „Wenn die Freundin des Verkäufers das geschafft hat, dann…“
  • Druck von außen oder aber auch Marketing genannt : Ich dokumentiere alles ganz transparent im Blog

Nun ja, mehr kann ich nicht bieten und es ist absolut nicht vergleichbar mit dem steinigen Weg zum ersten Marathon. Aber hier macht es der Mix und alles zusammen ist dann doch schon wieder ein gutes Programm. Die Hauptsache, wie bei allem was ich mache ist, daß es mir Spaß macht – und das tut es.

 

Shoppen geht immer

Unabdingbar war natürlich der erste Schritt der ganzen Tour: Shopping! Und das hat mir so richtig Spaß gemacht. Dank der fachlichen Unterstützung von Stan, einem der Mitwanderer, war binnen weniger Stunden das Equipment in Form einer sauber aufbereiteten Excelliste fertiggestellt. Was man alles so braucht, unglaublich. Und dank dieser Liste konnte ich dann bei Globetrotter glänzen und den Einkauf binnen 90min abschließen. Riesen Tüten in der Hand und ein Lächeln auf dem Gesicht. Klasse, shoppen befreit immer wieder – auch das Konto!

Der Plan für die kommenden Wochen steht somit und hier wird ausreichend dokumentiert, was passiert. Und solltet ihr keinen Beitrag mehr zu dem Thema lesen, passiert vermutlich gerade nichts und ich schliddere auf ein unberechenbares Abenteuer ohne Vorbereitung zu. Aber so weit wird es nicht kommen. Denn die Freundin des Verkäufers……

 

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