Halbherzig

Voller Tatendrang und dennoch halbherzig

Ich stecke in einem Dilemma: Ich bin 36 Jahre alt und kann immer noch kein einziges Hobby mein Eigen nennen.

Nein, verpacken wir es positiv: Ich bin ein leidenschaftlicher „Kreativ Allrounder“ mit dem Blick für’s Detail und einem Herz für einzigartige Momente und ihre Geschichten dazu. Ich widme mich gerne Dingen, die mir Spaß machen… So lange sie mir Spaß machen – und da wären wir auch schon bei dem besagten Problem: Dem Durchhaltevermögen. Wenn ich auf die letzten Jahrzehnte meines Handeln und Tuns schaue, so gibt es sehr vieles, nur keine Konstante. Ich habe tolle Jobs gehabt, die zu dem führten, was mich heute maximal erfüllt – meine Selbständigkeit. Ich lebte im Dorf und in der Stadt und beides hat seine Vorzüge.

SPORT WAR SCHON IMMER MEIN THEMA

Ich habe leidenschaftlich Fussball gespielt, dann ging mir das Mannschaftsdrumherum auf den Zeiger. Ich ging leidenschaftlich gerne in’s Fitneßstudio, dann nervten mich die selbstverliebten Muskelbubies, die weitaus mehr Masse als Klasse besaßen. Ich war leidenschaftlicher Läufer und erfüllte mit den Traum vom Marathon, dann war es mir zu viel und ich hatte den weltersten und vermutlich einzigartigen Läufer Burnout.

OK, WAS IST MIT ANDEREN HOBBIES?

Ich mag schöne Dinge. Ich glaube, ein Auge für den richtigen Moment zu haben. Perfekt, ich sollte malen. Versucht und für gut befunden, das Können steht jedoch weit hinter meinem Anspruch. Gleiches gilt für die Photographie und das Schreiben. Ich liebe es, kann es aber nur bis zu einem gewissen Grat, da jede weitere Einarbeitung ein unnötiges Detail in meinem Lebenslauf wäre. Zu meiner Zeit in einem der großen Konzerne dieser Welt gehörten selbstverständlich auch Persönlichkeitstests dazu – in meinem Fall das sogenannte DISC Assessment. Das Resultat: Ich bin eine innovative, kreative und interaktive Persönlichkeit mit hoher Emotionalität, bei der es eine große Ausprägung für schnell auftretende Langeweile gibt, sobald es um Details geht. Mit den Worten des Coaches:

„Deshalb sind sie in der Kreativabteilung und zudem so gut in dem, was sie tun. Als Buchhalter würde ihnen die Decke auf den Kopf fallen und sie würden eingehen.“

Aber zurück zum Thema und Anlaß dieses Blogs: Meine Erkenntnis nach so vielen Jahren ist, daß ich meinen Frieden darin finden sollte, immer neue Dinge ausprobieren zu wollen und nichts länger als ein bis zwei Jahre durchzuhalten. Das macht das Leben doch erst interessant und lebenswert. Und in diesem Blog möchte ich in unterschiedlichen Themengebieten zeigen, dass ich kein perfekter Blogger oder gar Photograph bin. Aber ich werde mich darin probieren, beide Welten zu vereinen, neue Wege zu finden und all das mehr als nur halbherzig. Vielleicht so 1-2 Jahre lang… Maximal… Oder doch länger? …ich alter Buchhalter, ich.

 


 

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